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Home Exchange Erfahrungen: Was du wissen musst, bevor du tauschst

Updated 30. Juni 2026

Unsere Home Exchange Erfahrungen nach drei Tauschen in Spanien, Puerto Rico und Irland: Was es wirklich kostet, wie das Punktesystem funktioniert und ob sich die Mitgliedschaft für eine Reisefamilie mit Kindern lohnt.

Werbung. Dieser Artikel enthält Affiliate-Links.

Home Exchange auf einen Blick

  • Kosten: EUR 160 pro Jahr, keine weiteren Übernachtungskosten
  • Listings: rund 360’000 Wohnungen und Häuser in 145 Ländern
  • System: gleichzeitiger Tausch oder asynchron über GuestPoints
  • Für wen: besonders geeignet für Familien, Vielvielreisende und alle die authentisch reisen wollen
  • Nicht geeignet für: spontane Reisen, starre Reiseziele oder einmalige Jahresreisen

Home Exchange ist unsere neue grosse Liebe als Reise-Familie. Wir sind oft und lange unterwegs, frönen damit unserer Leidenschaft und wollen auch unseren Kids die Welt zeigen. Mittlerweile haben wir in Spanien, Puerto Rico und Irland Erfahrungen gesammelt und einige Leute bei uns daheim wohnen lassen.

Reisen ist, was wir am liebsten machen, doch das umhertingeln kostet – und das nicht unerheblich für die, welche mit Kind und Kegel unterwegs sind. Da bietet Home Exchange eine spannende, neue Möglichkeit.

Ausserdem ist der Haustausch eine sinnvolle Alternative zu traditionellen Unterkünften, insbesondere zu Airbnbs. In diesem Artikel teile ich unsere persönlichen Erlebnisse, gebe Einblicke in den Ablauf und verrate Tipps für einen gelungenen Haustausch.

Was ist Home Exchange?

Home Exchange ist ein Konzept, bei dem Reisende ihre Wohnungen oder Häuser für einen bestimmten Zeitraum miteinander tauschen. Dies kann zeitgleich oder auch zeitversetzt erfolgen, insbesondere bei Ferienobjekten. Der Vorteil liegt auf der Hand: Man spart Unterkunftskosten und erhält die Möglichkeit, in authentischer Umgebung zu wohnen.

Bei der Plattform Home Exchange sind um die 360’000 Wohnungen und Häuser in 145 Länder gelistet. Besonders in Frankreich, den USA und Brasilien ist das Angebot stark verbreitet.

Was kostet Home Exchange?

Die Mitgliedschaft kostet EUR 160.- im Jahr, was wir als positiv werten. Durch den Beitrag gibt es so gut wie keine «toten» Profile. Alle sind aktiv dabei und auch tatsächlich am Austausch interessiert.

Die Umgangsformen sind sehr wohlwollend und positiv.

Wie funktionieren Guest Points?

HomeExchange basiert auf einem Punktesystem – den sogenannten GuestPoints. Anstatt immer gleichzeitig mit einer anderen Familie zu tauschen, kannst du auch asynchron reisen: Du stellst dein Zuhause zur Verfügung, während du selbst woanders hinreist, und erhältst dafür GuestPoints.

Beispiel: Wir verbringen ein paar Tage bei meiner Familie in Bern und stellen während dieser Zeit unsere Wohnung zur Verfügung. Dafür erhalte ich dann Guest Points, die ich für meine zukünftigen Tausche benutzen kann.

Guest Points erhälst du bei der Anmeldung und dann bei jedem weiteren Schritt (Vervollständigung deines Profils, Verifizierung deines Accounts, Werben von Freund:innen etc.).

Tipp: Wenn du dich über diesen Affiliate-Link anmeldest, erhalten wir beide zusätzliche 250 Guest Points. Damit kannst du (je nach Wohnung/Haus) schon 1-3 Mal übernachen. 

Was sind die Nachteile von Home Exchange?

Home Exchange funktioniert hervorragend, aber es wäre unehrlich, nur die Vorteile zu nennen. Der grösste Nachteil ist der Zeitaufwand zu Beginn: Ein überzeugendes Profil erstellen, Fotos machen, Kalender pflegen und auf Anfragen antworten kostet mehr Zeit als eine Hotelbuchung. Wer spontan reisen will, ist mit Home Exchange schlecht bedient — ein guter Tausch braucht Vorlaufzeit, manchmal mehrere Wochen.

Dazu kommt die Unsicherheit bei beliebten Destinationen. Wer unbedingt im Juli nach Barcelona will, wird viele Absagen kassieren, bevor eine Zusage kommt. Das System belohnt Flexibilität bei Reisezielen und Daten, bestraft aber starre Wünsche.

Ein weiterer Punkt, der uns am Anfang beschäftigt hat: Fremde Menschen wohnen in der eigenen Wohnung. Die meisten Home Exchange Mitglieder gehen sehr sorgfältig mit dem Zuhause anderer um. Das liegt schon daran, dass sie selbst auf Gegenseitigkeit angewiesen sind. Trotzdem braucht es ein gewisses Grundvertrauen, das sich nicht jede Person problemlos aufbauen kann.

Schliesslich ist die Mitgliedschaft mit EUR 160 im Jahr kein Schnäppchen, wenn man nur ein- oder zweimal pro Jahr reist. Ab drei Tauschen pro Jahr rechnet sich der Beitrag klar, darunter muss man selbst abwägen.

Lohnt sich Home Exchange für Familien?

Ja, und zwar besonders. Für Familien mit Kindern ist Home Exchange eine der sinnvollsten Reisealternativen überhaupt, weil die Kostenersparnis bei Familien überproportional gross ist. Wer zu viert reist, zahlt im Hotel schnell das Doppelte oder Dreifache einer Einzelperson. Beim Haustausch fällt diese Kostenstelle komplett weg.

Dazu kommt das Praktische: Eine voll ausgestattete Küche bedeutet kein tägliches Restaurantessen, ein Kinderzimmer mit Spielsachen bedeutet weniger Gepäck, und ein Wohnzimmer bedeutet Platz für Abende wenn die Kinder schon schlafen. Das klingt banal, macht im Alltag einer Reisefamilie aber einen enormen Unterschied.

Der einzige echte Nachteil für Familien ist der Koordinationsaufwand. Beliebte Reiseziele während der Schulferien sind stark nachgefragt, und es braucht manchmal mehrere Anfragen und etwas Flexibilität bei Reisezielen oder Daten, bis ein Tausch klappt. Wer damit umgehen kann, findet in Home Exchange eine Möglichkeit, deutlich länger und authentischer zu reisen als mit dem gleichen Budget in Hotels.

Unsere Motivation für den Haustausch

Als reiselustige Familie sind wir stets auf der Suche nach Möglichkeiten, authentische Erlebnisse zu sammeln und gleichzeitig unser Budget zu schonen. Die Plattform ist dafür perfekt.

In einem anderen Land in ein voll ausgestattetes Zuhause zu kommen und dabei noch ein Kinderzimmer mit Spielsachen vorzufinden, ist fürs Reisen als Familie das Nonplusultra.

Der Tausch der eigenen vier Wände hilft aber auch gegen drängende Probleme wie Wohnungsnot in den Städten. Airbnbs und Ferienwohnungen nehmen wertvollen Wohnraum weg und verdrängen überall auf der Welt Einheimische aus den Innenstädten. Mit Home Exchange wird der bereits vorhandene Wohnraum, der auch tatsächlich Einheimischen gehört, während deren Abwesenheit sinnvoll genutzt.

Der erste Schritt: Anmeldung und Profilgestaltung

Mit der Gestaltung eines Profils stellst du dich und deine eigenen vier Wände vor. Ein aussagekräftiges Profil ist hier das A und O. Beschreibe dich, wer du bist und wie deine Wohnung/dein Haus aussieht. Deine vier Wände werden von Home Exchange «eingestuft». Anhand der Grösse, Lage und Ausstattung wird eine Anzahl Guest Points vorgeschlagen, die andere für die Übernachtung tauschen können. Du kannst den Wert aber auch manuell anpassen.

Wichtig ist, ehrlich zu sein und alle Vorzüge und möglichen Einschränkungen zu benennen. Damit erreichst du auch genau die Menschen, für die dein Daheim passend ist. Wir haben beispielsweise keinen TV und kein Wifi, was ich extra fett hervorhebe, da es für viele ein Must-Have ist. So können Enttäuschungen im vornherein vermieden werden.

Die Suche nach dem passenden Tausch

Zum vollständigen Profil gehört auch ein aktualisierter Kalender mit deinen Verfügbarkeiten. Dort gibst du an, wann deine Wohnung für welche Art von Tausch verfügbar ist (gleichzeitiger Tausch oder gegen Guest Points). Mit einem vollständigen Profil flattern dann auch bald die ersten Anfragen rein und du kannst dich auf die Suche machen.

Wir haben gelernt, dass Flexibilität der Schlüssel zum Erfolg ist. Beliebte Reiseziele sind oft stark nachgefragt, insbesondere während der Ferienzeiten. Daher lohnt es sich, auch weniger bekannte Orte in Betracht zu ziehen. Zudem haben wir festgestellt, dass eine persönliche Nachricht, in der man auf Gemeinsamkeiten eingeht und Interesse am Zuhause des anderen zeigt, die Chancen auf eine Zusage erhöht.​

Unsere ersten Home Exchange Erfahrungen: Von der Anfrage bis zum Tausch

Unseren ersten Versuch haben wir im spanischen Baskenland gestartet. Wir haben günstige Flüge nach Bilbao gefunden und uns dann auf die Suche nach einem passenden Tausch gemacht.

Nach einigen Anfragen haben wir eine Zusage für eine Zweitwohnung in Gorliz an der Küste erhalten. Wären wir ohne Home Exchange jemals nach Gorliz gereist? Wohl kaum. Doch die Lage und Wohnung waren super und wir total angefixt vom System Wohnungstausch.

Je nach Destination und Reisezeit ist aber ein langer Atem nötig. Manche Destinationen sind ausserordentlich beliebt und es kann sich schwieriger gestalten, eine passende Unterkunft zu finden. Wir gestalten unsere Reiseroute/-ziele mittlerweile nicht selten nach verfügbaren Unterkünften im Land.

Ankunft in Spanien: Ein Zuhause auf Zeit

In Gorliz angekommen, wurden wir von einer liebevoll eingerichteten Wohnung empfangen. Unsere Gastgeber:innen hatten sogar eine kleine Willkommensnotiz und regionale Spezialitäten für uns hinterlassen. Die Kids waren begeistert von den neuen Spielsachen, und wir fühlten uns sofort wohl. Diese persönliche Note unterscheidet den Haustausch deutlich von anonymen Hotelaufenthalten.​

home exchange Erfahrungen

Unsere erste Home Exchange-Erfahrung im spanischen Baskenland.

Vorbereitung des eigenen Zuhauses

Die Vorstellung, Fremde im eigenen Zuhause zu haben, kann zunächst ungewohnt sein. Man gewöhnt sich aber schnell daran.

Die Vorbereitung der eigenen Wohnung ist auch mit Aufwand verbunden. Wir putzen immer die ganze Wohnung (sauberer, als wir es für uns machen würden), beziehen die Betten neu, legen Prospekte von Zürich bereit, ebenso ein kleines Willkommensgeschenk.

Ungefähr eine Woche vor dem Tausch senden wir unseren Gästen ein Dokument, in dem alles Wissenswerte erklärt ist.

  • Anreise: Wie reise ich am besten an? Wo kann man parken?
  • Hausregeln: Wie funktioniert die Heizung? Wo befindet sich der Sicherungskasten?​ Wo sind Putzmittel verstaut?
  • Notfallkontakte: Nummern von Nachbar:innen, Ärztinnen und der nächsten Apotheke.​
  • Tipps zur Umgebung: Empfehlungen für Restaurants, Supermärkte und Sehenswürdigkeiten.​
  • Abreise: Was muss geputzt werden? Wir muss die Wohnung hinterlassen werden?
  • usw.

Tipps für einen erfolgreichen Haustausch

Home Exchange funktioniert also ganz simpel. Wir sparen damit viel unseres Reisebudgets ein, dürfen neue Orte entdecken, die wir sonst nie bereist hätten und auch noch in voll ausgestatteten Wohnungen übernachen.

Um einen Tausch erfolgreich über die Bühne zu bringen, empfehlen wir folgendes:

  1. Offene Kommunikation: Kläre Erwartungen und Details im Vorfeld, um Missverständnisse zu vermeiden.​
  2. Flexibilität: Sei bereit, Kompromisse einzugehen, was Reisezeiten und -ziele betrifft.​
  3. Vertrauen: Ein gegenseitiges Vertrauensverhältnis ist die Basis für einen gelungenen Tausch.​
  4. Sorgfalt: Behandle das Zuhause deines Tauschpartners mit Respekt und hinterlasse es so, wie du deines vorfinden möchtest.​

Fazit: We love Home Exchange

Falls es in dem Artikel noch nicht genug rübergekommen ist: Wir lieben Home Exchange und empfehlen es unbedingt weiter.

Bist du auch dabei?

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Wir haben unsere Home Exchange Erfahrungen inzwischen in drei Ländern gesammelt: in Irland, wo wir das erste Mal wirklich als Einheimische gelebt haben, im Baskenland rund um Bilbao mit einem Roadtrip entlang der Küste, und in Puerto Rico, wo wir in El Combate einen Geheimtipp gefunden haben, den wir ohne Home Exchange nie bereist hätten.

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About Author

Am liebsten erkunde ich die Welt mit der ganzen Familie, egal ob vor der Haustüre in der Schweiz oder am anderen Ende der Welt. Mein Herz schlägt für Hawaii, Vermicelles und am liebsten bin ich im Wasser, sei es beim Surfen oder beim Tauchen.

4 Comments

  • Petra
    30. Dezember 2025 at 9:50

    Hallo Sarah
    Ich bin durch Zufall auf Deine Seite gestoßen, wie es o oft im Leben ist 🙂
    Das Thema Home Exchange ist bei uns auch aufgekommen und wir Arbeiter uns so langsam vor
    Wir haben das Wochenendhaus der Schwiegereltern welches wir gerne vermieten würden und da bietet isch Home Exchange an.
    Hast Du vielleicht Erfahrung mit Unterkünften welche «ab vom Schuß» liegen ? Wir wohnen im Odenwald uns die nächsten Sehenwürdigkeiten oder Supermärkte sind einige km entfernt , es ist eine sehr Ländliche Region
    Bin für Tip´s sehr Dankbar

    LG
    Petra

    Reply
    • Sarah
      30. Dezember 2025 at 11:30

      So schön, dass ihr euch auch überlegt bei Home Exchange dabei zu sein! Persönlich habe ich keine Erfahrungen mit Wohnungen, die abseits liegen, da ich mitten in der Stadt wohne. Aber warum nicht einfach versuchen? Es gibt bestimmt auch Leute die auch der Suche nach Ruhe sind und genau das schätzen. Viel Spass! 🙂

      Reply
  • Felicitas
    26. Februar 2026 at 16:48

    Hallo Sarah,
    danke für deinen tollen Erfahrungsbericht. Ich würde gern mit HomeExchange starten, frage mich allerdings wie ich das mit der Schlüsselübergabe machen kann, wenn ich selber schon reisen bin. Hast du da gute Erfahrungen/Tipps?
    Viele Grüße!

    Reply
    • Sarah
      27. Februar 2026 at 9:20

      Ja, denn das kommt bei uns auch oft vor. Ich deponiere den Schlüssel in einer Schlüsselbox vor dem Haus, ganz einfach. Das hat sich bis jetzt bewährt. Es hat auch schon mal die Nachbarin den Schlüssel übergeben. Probiers aus, es lohnt sich auf jeden Fall, wir sind immer noch begeistert.

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