Österreich

Kaffeehäuser Wien und mehr: Wo die Stadt am besten schmeckt

Updated 29. Juni 2026
Ganz unscheinbar steht das Kleine Café da.

Wien und Kulinarik gehören zusammen wie Schnitzel und Zitrone. Aber was Wien wirklich besonders macht, sind die Kaffeehäuser. Ob klassisch wie das Hawelka, versteckt wie das Kleine Café oder modern wie das Phil: Jedes hat seine eigene Geschichte und seine eigene Stammkundschaft.

Ich habe mich während eines Wochenendes durch Wiens Kaffeehäuser, Märkte und Restaurants gegessen und bringe hier meine ehrlichsten Tipps mit.

Das kleine Café

Der Name ist Programm, denn klein und eng ist es hier tatsächlich. Das kleine Café ist jedoch sehr sympathisch und trotz der Nähe zum üblichen Touritrampelpfad erfrischend authentisch. Hier geht es einfach zu und her und das Gehabe der grossen Wiener Kaffehäuser sucht man hier vergebens.

Es gibt leckere Snacks und Desserts, logischerweise auch die ganze Fülle an Kaffeespezialitäten.

Ganz unscheinbar steht das Kleine Café da.

Ganz unscheinbar steht das Kleine Café da.

 

Das Traditionscafé Hawelka

Wer ein typisch Wienerisches Kaffeehaus besuchen will, ist im Hawelka gut aufgehoben. Mitten in der Innenstadt und eine Institution, denn dieser Laden existiert bereits seit 1945. Damals wurde er von vielen Künstlern, Schriftstellern und Alternativen besucht und noch heute ist das Flair von damals erhalten geblieben.

Wie in allen Wiener Kaffeehäusern ist das Personal hier immer unfreundlich und man gerät schnell mal in Versuchung, sich dafür zu entschuldigen, dass man was bestellen will. Wer darauf vorbereitet ist und darüber hinwegsehen kann, geniesst hier gegen Abend am besten eine Portion der bekannten Buchteln.

Hier gibts das Hawelka im Netz.

Das Palmenhaus

Wer etwas Neues und Spezielles sucht, der findet gleich an einem Seitentrakt der Wiener Hofburg das Palmenhaus. Die massive Stahl-Glaskonstruktion beherbergt Pflanzen aus aller Welt und lässt einem bei Kaffee und Kuchen allen Stress vergessen. Bei schönem Wetter sind die Plätze auf der Sonnenterrasse heiss begehrt, wo sich wunderbar der Burggarten überblicken lässt. Übrigens ein perfekter Stopp um vor oder nach dem Besuch der Nationalbibliothek einen Kaffeestopp einzulegen.

Das Palmenhaus im Netz.

Wunderschönes Ambiente im Palmenhaus in Wien.

Wunderschönes Ambiente im Palmenhaus in Wien.

Das Tian Bistro im Kunsthaus

Nach dem Besuch des Hundertwasser Museums bin ich im Tian Bistro gelandet und war gleich von Beginn weg fasziniert. Im Stil des Künstlers ist auch das Bistro gehalten und überall gibt es etwas zu bestaunen – von der Kunst Hundertwassers bis hin zum Wellenboden. 

Im Tian wird das vegetarische und vegane Essen zelebriert – und dies in höchster Kunst und tollem Ambiente. Auch ein perfekter Stopp nach dem Museumsbesuch, wenn es im Magen wieder Platz für eine Sachertorte gibt.

Sachertorte im Tian Bistro in Wien.

Sachertorte im Tian Bistro in Wien.

Das Phil

Wer es jung, urban und etwas hip mag, der ist im Phil bestens aufgehoben. In stylisher Wohnzimmer-Atmosphäre treffen sich hier Mac-Jünger, Studenten und wer sich sonst noch gerade In fühlt.

Shop, Café und Arbeitsplatz in einem, lässt es sich hier entspannt die Zeit rumschlagen, denn diese kann man zwischen all den Büchern tatsächlich schnell einmal vergessen. Auf 140 Quadratmetern gibt es eine ständig wechselnde Auswahl an Büchern, DVDs und Vinyl zu ergattern.

Das Phil im Netz.

Im Phil gibts nicht nur Essen, sondern auch Literatur.

Im Phil gibts nicht nur Essen, sondern auch Literatur.

Das Ramien

Wer ein Hüngerchen aufkommen spürt, begibt sich am besten schräg gegenüber ins Ramien und geniesst vietnamesische Spezialitäten. Egal wo im Ausland, ich suche mir mit Vorliebe Vietnamesen. Das hat zwei Gründe:

  1. Ich liebe vietnamesisches Essen. Darüber habe ich auch mal ausführlich geschrieben.
  2. In der Schweiz gibt es nur sehr wenige Vietnamesen und ich komme deshalb selten in den Genuss deren Essen.

Im Ramien gibt es zu fairen Preisen leckeres Essen.

Das Ramien im Netz.

Vietnamesisches Essen kann einfach alles.

Vietnamesisches Essen kann einfach alles.

Der Naschmarkt

Der bekannteste Markt in Wien besticht durch Leckereien aus aller Welt. Wer Essen liebt, der muss einen Abstecher zum Naschmarkt einplanen und wird bestimmt die eine oder andere Köstlichkeit von dort mitbringen.

120 Marktstände die Wienerisches, Italienisches, Türkisches oder Indisches präsentieren, buhlen um die Gunst der Kunden. Dies manchmal etwas zu laut und aufdringlich, daher haftet dem Markt auch ein leicht touristisches Image an. Er mag den einen mehr, den anderen weniger gefallen. Ein Ausflug zum Naschmarkt sollte beim Wienbesuch jedoch drin liegen.

Der Naschmarkt im Netz.

Hallo Naschmarkt!

Hallo Naschmarkt!

Das Museumsquartier

Wer weniger konkrete Tipps sucht und sich einfach inspirieren lassen möchte, für den eignet sich das Museumsquartier. Hier lässt man sich nicht nur mit kulturellen Highlights berieseln, sondern findet auch eine grosse Auswahl an Kulinarik. Von regionaler österreichischer Küche über Frühstücksbuffets, zu Würstel- und Gulaschständen bis hin zu den neusten Cupcakes Kreationen ist hier vieles zu finden. Einfach vorbeischauen und inspirieren lassen!

Das Museumsquartier im Netz.

***

Durch Wiens Cafés, Gasthäuser und Kneipen könnte ich mich wochenlang essen! Egal ob traditionell, internationale Kost oder eine leckere Nachspeise – Wien ist einfach lecker!

Welches ist dein kulinarischer Hotspot in Wien?

Wien hat noch mehr zu bieten als Kaffeehäuser und Kulinarik. Wer die Stadt zum ersten Mal besucht und auch einen Abstecher in die Umgebung plant, findet in meinem Bericht über einen Wien und Bratislava Trip eine schöne Kombination für ein Wochenende. Und wer Österreich generell mehr entdecken möchte, stöbert am besten durch alle meine Österreich Artikel.

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About Author

Am liebsten erkunde ich die Welt mit der ganzen Familie, egal ob vor der Haustüre in der Schweiz oder am anderen Ende der Welt. Mein Herz schlägt für Hawaii, Vermicelles und am liebsten bin ich im Wasser, sei es beim Surfen oder beim Tauchen.

8 Comments

  • Step
    31. März 2017 at 14:21

    Super Auswahl! Das Phil find ich besonders nett…..auch die anderen Plätze kenne ich, bis auf das «Kleine Café». Dass ich da noch nie drinnen war, liegt aber wahrscheinlich wirklich an der von dir erwähnten Tatsache, dass es ein Rauchercafé ist – in solche Qualmbuden gehe ich heute aus Prinzip schon nicht mehr, wer viel reist und Rauchfreiheit gewohnt ist, kann auf den Gestank gut und gern verzichten. Mai 2018 ist es im Übrigen soweit, dass auch Österreich es schafft, den blauen Dunst aus allen Lokalen zu verbannen – endlich! Bei solchen gesellschaftlichen Entwicklungen sind wir leider immer mindestens 5-10 Jahre hinten! Tian Bistro hab ich quasi ums Eck, das ist wirklich auch sehr nett. Die Optionen sind in Wien wirklich unerschöpflich, hier aufzuzählen zu beginnen, würde den Rahmen sprengen 😉

    Reply
    • Sarah Althaus
      31. März 2017 at 15:08

      Ach spannend, ich wusste gar nicht, dass Österreich nun doch auch rauchfrei einführt. Wurde wirklich auch Zeit. Wie du schreibst – die Optionen in Wien sind unerschöpflich! Und man könnte sich wohl noch wochenlang durch super Cafés essen und trinken.

      Reply
  • Nicole von PASSENGER X
    12. April 2017 at 11:16

    So viele tolle Tipps! Ich war zwar schon einmal in Wien, aber mit deiner Übersicht hast du mir die Stadt gerade für einen zweiten Trip schmackhaft gemacht:) Kommt direkt in meine Merkliste, so ein Wochenendtrip kann man ja ruhig nochmal zwischenschieben. Fragt sich nur, wie ich all die Cafés an zwei Tagen schaffen, lach.

    Liebe Grüße
    Nicole vom Reiseblog PASSENGER X

    Reply
    • Sarah Althaus
      16. April 2017 at 17:11

      Tja, wie gesagt, rein fürs Essen und Trinken kann man locker zwei Wochen in Wien bleiben!

      Reply
  • Karl Cron
    19. Mai 2017 at 10:14

    Hallo Sarah
    schön von die zu hören. Ich bin Karl aus Hamburg, den du in Kann Tho / Vietnam getroffen hast. Treibe mich weiter i Asien herum und war inzwischen auch in Indonesien, Indien und zum 2. Mal auf den Philippinen. Aber mal zu Wien: Hatte bisher nur einen Tag und eine Nacht als Zwischenstopp nach Athen dort verbracht. Ich bin ja in allen Ländern immer auf der Suche nach ruhigen oder auch nur interessanten Plätzen zum Verweilen, so wie in Bangkok das Madame Musur im Khaosan Viertel oder in Manila das Café Havanna. In Wien ist natürlich das Havelka ein Muss, aber auch das Café Central dessen Innenarchitektur begeistert.
    Wie ich dir damals erzählte, hatte ich einen Roman unter dem Titel:
    «Wer tötete Dian Fossey?»
    in Arbeit, den ich seit Ende 2015 bei Amazon veröffentlicht habe. Ausführliche Infos über meine Arbeit in Rwanda und den Roman findest du auf meiner Homepage:
    http://www.rwandaquest.info.
    Würde mich freuen wenn du mal vorbei schaust.
    Gruß Karl

    Reply
    • Sarah Althaus
      22. Mai 2017 at 8:32

      Hallo Karl
      Herzliche Gratulation zu deinem Roman! Das ist toll zu hören, dass du dein Vorhaben umgesetzt hast. Ich werde ihn mir bestimmt anschauen! Weiterhin gute Reisen!

      Reply
  • Karl Cron
    19. Mai 2017 at 10:20

    Errata in Karls Kommetar:

    Die Stadt heißt natürlich Khan Tho und nicht Kann Tho

    Reply
  • […] Was das Essen angeht: Wien ist was ganz besonderes. Alle meine Food-Tipps gibt es in diesem Artikel! […]

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