Mexiko

Palenque: Die Mayaruinen im Dschungel von Mexiko

Updated 7. Juli 2026
Frau sitze im Dschungel und blickt auf die Ruinen von Palenque.

In Mexiko wimmelt es nur so von Mayaruinen, fast an jeder Ecke gibt es Tempel und Ausgrabungsstätten zu bestaunen. Da fällt die Wahl nicht leicht. Während sich in Chichen Itza die Touristenmassen stauen und die Preise entsprechend hoch sind, geht es in Palenque deutlich gemächlicher zu und her.

Die Ruinen liegen mitten im Dschungel von Chiapas, umgeben vom Gebrüll der Brüllaffen und dem Rauschen kleiner Wasserfälle. Wer die Baukunst der Mayas ohne Gedränge erleben will, ist hier goldrichtig.

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Dschungelkaff in Mexiko: Palenque.

Palenque, das kleine Dschungelkaff

Ich reise von San Cristòbal de las Casas an, die Fahrt verläuft problemlos und dauert knapp sechs Stunden. Palenque selber ist ein kleines Dschungelkaff, es riecht schon danach als ich aus dem Bus steige. All diese kleinen Käffer im Wald riechen irgendwie so.

Palenque ist auch alles andere als eine Schönheit, zu sehen gibt es hier nicht wirklich etwas. Aber ich schlendere trotzdem durch die Strassen, hole mir das Essen bei den Strassenverkäufern und mangels Sehenswürdigkeiten, lande ich sogar in der Dorfkirche.

Die Kirche von Palenque in Mexiko.

Da ich vorher nur schlechtes über die dortigen Hostels gehört habe, leiste ich mir ein Einzelzimmer in der Posada Aguila Real*. Die Posada liegt mitten in Palenque ist ist zu Fuss vom Busbahnhof zu erreichen. Die Haltestelle für die Collectivos ist auch gleich um die Ecke.

Ich hatte zwei sehr angenehme Nächte dort, es ist ruhig, sauber und freundlich und mit super Wifi. Du kannst aber auch eine Unterkunft auf halbem Weg zu den Ruinen suchen, dort bist du mehr im Wald, als wie ich in der Stadt.

Auf dem Dorfplatz von Palenque.

Der Ausflug zu den Ruinen von Palenque

Am nächsten Tag steht also mein Ausflug zu den Ruinen von Palenque an. Ich las vorher überall, dass man möglichst früh dort sein soll, um die morgendliche Stimmung und das Gebrüll der Affen zu erleben.

Das will ich mir natürlich nicht entgehen lassen und stehe mit dem ersten Collectivo etwa um halb sieben vor dem Eintrittshäuschen von Palenque. Ich ernte dort aber nur irritierte Blicke, denn der Archäologische Park öffnet offiziell erst um 8 Uhr! Echt jetzt? Tja, desshalb: Checke immer erst die Öffnungszeiten und latsche nicht wie ich einfach mal drauflos.

Anstatt anderthalb Stunden rumzusitzen, laufe ich ein Stück die Strasse zurück, wo ich einen tollen Aussichtspunkt über den Dschungel finde. Da ich aber wahrscheinlich doch etwas verloren aussehe, hält ein Autofahrer an und zeigt mir, wo in der Nähe es einen kleinen Dschungelpfad gibt.

Dieser ist nur etwa fünf Minuten vom Haupteingang des Parks entfernt und hat ein paar kleine Wasserfälle. Dort mache ich es mir  gemütlich, beobachte die Affen, höre ihnen vor allem zu und so geniesse ich die morgendliche Stimmung ganz alleine. Ganz umsonst bin ich also doch nicht so früh dort.

Morgendliche Stimmung in Palenque.

Der Tempel der Inschriften und die eindrücklichsten Bauten

Die Mayaruinen von Palenque stehen auf einem Hochplateau im Dschungel. Dutzende Gebäude, Pyramiden und Tempel verteilen sich auf der Lichtung und stehen bereits seit 300 v.Chr. dort. Die Blütezeit hat die Stadt aber erst 600 bis 800 n.Chr. als religiöses und politisches Zentrum einer ganzen Region erlebt.

Gebäude in der Tempelanlage Palenque in Mexiko.

Die Gebäude sind teilweise gewaltig gross und ich kann mir kaum vorstellen, wie das zu der Zeit von Menschen geschaffen worden ist. Hier zeigt sich die Baukunst der Mayas in ganzer Perfektion.

Als ich auf den Pyramiden rumklettere (ja, das ist hier erlaubt, ausser auf den «Tempel der Inschriften» und den «Palacio), stelle ich mir vor, wie die Priester hier von Tempel zu Tempel ziehen, die Menschen ihrem Alltag nachgehen, Kinder um die Gebäude springen.

An solchen Orten kann ich meiner Fantasie immer freien Lauf lassen und gerade durch die wenigen Leute am frühen morgen und der Abgeschiedenheit der Anlage, gelingt das in Palenque ganz besonders einfach.Maya Tempel in Palenque, Mexiko.

Beeindruckende Mayaarchitektur in Palenque.Der Tempel der Inschriften ist der wahrscheinlich bekannteste Tempel von Palenque. Er verdankt seinen Namen den eingeritzten Hieroglyphen.

In den 1950er Jahren wurde im Innern eine Grabkammer mit einem Sarkophag entdeckt, der von einer mehreren Tonnen schweren Kalksteinplatte bedeckt wurde. Es wird angenommen, dass hier König Pakal lag, einer der wichtigsten Könige der damaligen Zeit.

Wie vieles im Zusammenhang mit der Kultur und den Bräuchen der alten Mayas, ist das aber nur eine Vermutung. Der Tempel darf als einer der wenigen nicht bestiegen werden.Der Tempel der Inschriften in Palenque, Mexiko.

Der Tempel der Inschriften in Palenque, Mexiko, von Aussen.

Obwohl der Tempel der Inschriften der bekannteste ist, ist er meiner Meinung nach noch lange nicht der eindrücklichste. Am liebsten mag ich den Tempel des Kreuzes wegen seinem phänomenalen Rundblick oder der Tempel des Totenkopfes, wegen na ja, wegen dem hübschen Totenkopf eben.

Museum und Sarkophag am Ausgang

Als ich beschliesse die Anlage langsam zu verlassen, ist aber noch lange nicht fertig. Was in Palenque toll ist: Die Anlage ist für die Besucher als Rundgang aufbereitet. D.h. man kommt nicht am selben Ort wieder raus, sondern durch einen idyllischen Weg durch den Wald, vorbei an weiteren, kleineren Ruinen und Wasserfällen. Ein richtig schöner Abschluss der Tempeltour in Palenque.Frau sitze im Dschungel und blickt auf die Ruinen von Palenque.

Vorbei an Wasserfällen in Palenque.Am Ausgang wartet dann auch noch ein Museum. Es lohnt sich wirklich, dieses auch noch zu besuchen, es ist interessant gestaltet und beherbergt viele Fundstücke aus den Ruinen.Weg raus aus Palenque, Mexiko.

Am beeindruckendsten ist aber der original Sarkophag, den du wirklich nicht verpassen solltest. Zudem gibt es Videos und viele Informationen über die Ausgrabungen.Der Original Sarkophag in Palenque in Mexiko.In Palenque erwartet dich ein tolles Museum.

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Reiseinformationen zu Palenque

  • Palenque erreichst du per Bus aus allen Teilen Mexikos.
  • Es gibt Unterkünfte in allen Preisklassen. Für ein Einzelzimmer mit Bad und Klimaanlage empfehle ich die Posada Aguila Real*.
  • Der Eintritt kostet 435 Mexikanische Pesos.
  • Shuttles fahren alle sehr oft von Palenque Stadt zu den Ruinen, Dauer 20 Min., Preis zwischen 25 und 40 Mexikanische Pesos pro Weg.
  • Öffnungszeiten 8 Uhr bis 17 Uhr.

Warst du auch schon in Palenque? Wie hat es dir gefallen?

Wenn du auf deiner Mexiko-Reise auch die bekanntere Mayastätte besuchen willst, findest du in meinem Artikel über Chichen Itza als Zentrum der Mayas und neues Weltwunder einen direkten Vergleich zu Palenque. Weiter östlich lohnt sich ausserdem ein Blick in meinem Artikel zu Tulum, den Cenoten und den Coba-Ruinen, falls du noch weitere Ruinen und Naturspots in deine Route aufnehmen willst. Und da die Anreise nach Palenque meist über die Berge führt, habe ich dir in meinem Artikel über San Cristóbal de las Casas, die Perle im Hochland von Chiapas, auch diesen Zwischenstopp genauer vorgestellt.

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Am liebsten erkunde ich die Welt mit der ganzen Familie, egal ob vor der Haustüre in der Schweiz oder am anderen Ende der Welt. Mein Herz schlägt für Hawaii, Vermicelles und am liebsten bin ich im Wasser, sei es beim Surfen oder beim Tauchen.

9 Comments

  • […] und es ist wirklich kein Spass mehr. Auch wenn du noch weitere Mayastätten wie Tulum oder Palenque im Plan hast, lohnt sich Chichén Itzá schon nur zum […]

    Reply
  • […] du dich jetzt? Gabs da nicht schon ein paar davon? Doch, mal schauen. Wir haben in Mexiko schon Palenque, Chichén Itzá und Tulum zusammen besucht. Aber ja, da fehlt eindeutig noch […]

    Reply
  • Christian Schoen
    9. März 2016 at 11:42

    Hallo Sarah, schöne Fotos hast du da gemacht in Palenque. Ich war auch schon dort und bin dann viel länger geblieben, als ich ursprünglich vor hatte. Die Atmosphäre in der Ruinenstadt ist grandios. Man kann von Palenque aus bequem in alle möglichen Richtungen verschiedene Mayastätten erkunden. Ich habe von dort aus noch Bonampak, Yaxchilan und Tonina besucht. Und auch ein Tagesausflug nach Villahermosa, um sich die riesigen Steinköpfe der Olmeken anzuschauen ist möglich.
    Viele Grüsse,
    Christian

    Reply
    • Sarah
      9. März 2016 at 21:11

      In der Gegend gibt es einfach Unmengen an historischen Stätten zu besichtigen! Für Kulturliebhaber eine wahre Goldgrube!

      Reply
  • role
    9. März 2016 at 12:58

    Hi Sarah,
    Tolle Bilder. Ich war 1987 und 89 jeweils eine Woche in Palenque und wohnte im Camping Mayabell, in der Hängematte unter einem Palmdach. Super Lage der Ruinen mitten im Urwald. Wir sind öfters zum Sonnenaufgang, noch vor dem Touristenansturm, auf die Anlage und konnten die Magie des Ortes voll geniessen. Aber auch sonst, einfach fantastisch. Wirklich eines der Highlights meiner damaligen Reise. Auch auf dem Camping war immer gute Stimmung unter denn Backpackern. Nicht zu vergessen die Brüllaffen die Nachts in der nähe des Campings brüllten.
    Gruss Role

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    • Sarah
      9. März 2016 at 21:15

      Ganz früh am Morgen ist die Stimmung einfach wunderschön dort!

      Reply
  • Stefanie Schwarz
    9. März 2016 at 16:30

    Oh nein, jetzt seh ich was ich alles verpasst hab 😀 ich war gestern in Palenque auf einer Tagestour von San Cristobal (mit Stops in Agua Azul und Misol Ha) und das kann ich überhaupt nicht empfehlen weil man nur mickrige 2 Stunden bei den Ruinen hat… ich wünschte ich wäre übernacht geblieben und hätte sie mir heute nochmal in Ruhe angeschaut. Tja, dann beim nächsten Mal 😉

    Reply
    • Sarah
      9. März 2016 at 21:15

      Es lohnt sich wirklich länger dort zu bleiben. Gerade am frühen Morgen ist die Stimmung mit den Brüllaffen einfach wahnsinnig schön.

      Reply
  • […] und es ist wirklich kein Spass mehr. Auch wenn du noch weitere Mayastätten wie Tulum oder Palenque im Plan hast, lohnt sich Chichén Itzá schon nur zum […]

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