Philippinen

Palawan Philippinen: Das tropische Inselparadies

Updated 6. Juli 2026

Wer auf die Philippinen reist, steht früher oder later vor der gleichen Frage: Welche der über 7000 Inseln soll es denn nun sein? Strand und Meer gibt es überall, das ist keine Kunst. Ich habe mich bewusst gegen die bekannten Ziele wie Boracay entschieden und sind stattdessen für einen ganzen Monat nach Palawan gereist.

Die Insel im Westen der Philippinen bietet mit Puerto Princesa, Port Barton und El Nido gleich drei völlig unterschiedliche Facetten, von der ruhigen Kleinstadt über das versteckte Paradies bis zum touristischen Hotspot. Ich zeige dir, welcher Ort zu welcher Reise passt.

Warum ausgerechnet Palawan?

Wieso? Ich wollte einen Monat auf den Philippinen verbringen, da ich mich nach Natur sehnte. Ich hatte einen verrückten Trip durch Asiens Megacities hinter mir.

Also war ich auf der Suche nach einer Insel, die gross genug war, um mich einen knappen Monat zu beschäftigen. Ich wollte es ruhig angehen lassen und daher nur eine Insel besuchen, diese dafür intensiver. Durch mein Bauchgefühl und durch Empfehlungen von Freunden, habe ich mich dann recht schnell für Palawan entschieden. Die Insel im Westen der Philippinen schien wie geschaffen für mich.

Palawan

Puerto Princesa, Hauptstadt und Einstieg ins Inselleben

Diese Kleinstadt ist mit rund 120’000 Einwohnern ist für die meisten Dreh- und Angelpunkt einer Reise nach Palawan, da sich hier der Flughafen befindet. Das Städtchen ist gemütlich, ruhig und sauber, jedoch nichts berauschendes. Da jeder Tourist mindesten einmal hier durchkommt, gibt es hier auch alles zu kaufen und zu buchen.

Der berühmteste Ausflug von Puerto Princesa aus, ist wohl der zum Untergrundfluss, der von der UNESCO zum Weltnaturerbe erklärt worden ist. Genau daher hat man das Gefühl, dass man dort gewesen sein muss.

Da es allen gleich geht, ist das Touristenaufkommen dort schon beträchtlich. Der Unterwasserfluss ist ca. zwei Fahrstunden von Puerto Princesa entfernt. Beim klassischen Ausflug gehts nach einer Stunde Fahrt erstmals zum Ziplining, anschliessend zum Mittagessen und danach per Boot zum Unterwasserfluss.

Dieser führt in eine Höhle hinein mit spannenden Fels- und Kalksteinformationen. Es ist schön zu sehen, aber meiner Meinung nichts, was man nicht verpassen darf.

Anfahrt zum Untergrundfluss in Palawan

Von Puerto Princesa aus gelangt man zu zwei tollen Stränden. Der berühmtere der beiden ist der Honda Bay, nicht weit von Puerto Princesa City entfernt. Von dort aus können mit Booten einige Inseln besucht werden. Die Tour kann auch in der Stadt in allen Reisebüros organisiert werden. Hier von kann ich aber nicht gross was erzählen, da ich selbst nicht dort war.

Aber etwa eine Stunde entfernt ist der Nagtabon Beach. Ein wunderschöner Strand ohne Leute, schön ruhig und abgelegen. Die Anfahrt ist beschwerlich, lohnt sich aber unbedingt. Unterwegs gibt es spektakuläre Aussichten über die grüne Berglandschaft Palawans. Es ist einfach traumhaft schön hier…

Nagtabon Beach in Palawan

Port Barton, Palawans verstecktes Paradies

Dieser Ort hat mich regelmässig sprachlos gemacht. Sprachlos vor Staunen, sprachlos vor Glück. Wer das Paradies sucht, ist hier goldrichtig. Schöner Strand mit Kokosnusspalmen, eine geschwungene Bucht und ein relaxter Tourismus. Alle wollen hier das selbe, nämlich Ruhe und Entspannung.

Es gibt zwei, drei Strandcafés, die meistens die Hälfte der Karte nicht zu haben scheinen, Strom gibts nur sporadisch. Es gibt weder Strandverkäufer, noch grosse Touranbieter. Zwei kleine Tauchschulen sind hier ansässig und es können Touren auf die umliegenden Inseln gebucht werden. Ein Restaurant vermietet Kanus. Sonst gibt es hier aber nichts zu tun.

Die allabendlichen Sonnenuntergänge sind spektakulär und der Ort hat genau die richtige Mischung aus unterschiedlichen Menschen. Ich mag keine Orte, die von einer bestimmten Art Menschen angezogen werden. Ich mags gemischt. Hier gibts neben den Einheimischen kleine Reisegruppen ebenso, wie Pärchen, Individualreisende, Junge und Alte.

Port Barton ist ein Ort, an dem man schnell hängen bleibt. Gerade weils hier nichts zu tun gibt…

Sonnenuntergan in Port Barton, Palawan

 

El Nido, Palawans Hotspot

In El Nido gibts alles was das Touristenherz begehrt. Pizza, Bier und Liegestühle ebenso wie philippinische Beachboys. Dennoch ist auch hier der Tourismus noch recht angenehm und alles hält sich in Grenzen.

Es können schöne Ausflüge auf die umliegenden Inseln unternommen werden, die Klippen erklommen werden und Ausflüge ins Inland organisiert werden. Strandliebhaber haben hier die Qual der Wahl, denn ein Beach ist schöner als der andere. Tipps und Tricks für einen Aufenthalt in El Nido erhälst du beim Lesen dieses Artikels.

El Nido in Palawan

Anreise, Strom und beste Reisezeit auf Palawan

Hin- und Rückreise erfolgt meist per Flugzeug von Manila. Der Flug dauert kurze anderthalb Stunden. Die Flughöhe ist nicht besonders hoch, daher hat man einen tollen Ausblick über all die vielen Inselchen der Philippinen.

Auf Palawan selbst legt man grössere Strecken per Bus zurück. Das Reisen braucht Geduld und Zeit, die Busse haben meistens Verspätung und sind überladen.

Innerhalb eines Ortes kommt man per Jeepney oder Tricycle von A nach B. Jeepneys fahren festgelegt Routen ab und sind spottbillig. Der Preis ist fix. Die Tricycle sind jedoch etwas mühsam, da sie immer mindestens das dreifache des üblichen Preises verlangen. Wenn du den Preis einer Strecke vor der Fahrt in Erfahrung bringen kannst, einfach einsteigen, Ziel nennen und das Geld passend in die Hand drücken. So gibts keine Diskussionen.

Selbstverständlich kann auch per Boot gereist werden. Hier solltest du dich aber nur auf Informationen vor Ort verlassen, denn je nach Jahreszeit, Wellengang und Wetterlage, können Verbindungen gestrichen oder verschoben werden.

Strom

In Puerto Princesa und El Nido ist 24 Stunden Strom verfügbar. Aber und zu mal fällt er aber auch hier aus. In Port Barton ist der Strom von 18-24 Uhr vorhanden.

Auf mehr oder weniger häufige Stromausfälle solltest du aber gefasst sein.

Reisezeit

Die beste Reisezeit ist während der Trockenzeit von Oktober bis April. Ab Mai beginnt die Regenzeit und Taifune können die Insel treffen.

Während der Weihnachts- und Osterzeit ist das ganze Land unterwegs und Busse und Hotels können kurzerhand mal eben ausgebucht sein.

Die Temperaturen sind ganzjährig um die 30 Grad, März, April und Mai sind die heissesten Monate, wo es schon mal bis zu 36 Grad heiss werden kann.

Warst du auch schon auf Palawan?

Wenn du deine Reise durch die Philippinen weiterplanst, lohnt sich auch ein Blick in meinen Artikel darüber, warum die Philippinen das etwas andere Südostasien sind. Für El Nido im Speziellen haben wir dir ausserdem meine Erfahrungen zu Inselhopping, Klettern und Chillen zusammengefasst.

Und falls du dich irgendwann fragst, ob du vielleicht schon etwas zu lange in der Region unterwegs bist, findest du in meinem Artikel über die Anzeichen für zu viel Südostasien bestimmt das eine oder andere wieder.

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About Author

Am liebsten erkunde ich die Welt mit der ganzen Familie, egal ob vor der Haustüre in der Schweiz oder am anderen Ende der Welt. Mein Herz schlägt für Hawaii, Vermicelles und am liebsten bin ich im Wasser, sei es beim Surfen oder beim Tauchen.

10 Comments

  • Stephan Neu
    30. März 2014 at 11:06

    Hallo Sarah,

    vielen Dank für den Artikel !!
    Wir müssen hier schnell mal bei dir weiter lesen !!!
    Wir haben nächstes Jahr gut 6-7 Wochen auf den Philippinen !!!
    Die Bilder sind ja schon sehr viel versprechend !!!

    LG

    Bibo & Tanja

    Reply
    • Sarah
      30. März 2014 at 14:04

      Aber gerne doch! Wow, das hört sich nach einer spannenden Zeit an, die ihr da vor euch habt. Die Philippinen bieten einfach unglaublich schöne Natur. Jetzt wünsche ich euch erstmals eine erfolgreiche Planung.

      Liebe Grüsse,
      Sarah

      Reply
  • City Sea Country
    3. April 2014 at 15:18

    Liebe Sarah, das klingt ja sehr spannend. Ich habe auch diejenigen Strände am liebsten an denen keine Verkäufer herum laufen. Diese zu finden gestaltet sich immer schwieriger. Schön für dich, dass du solch unberührte Fleckchen finden konntest.

    Liebe Grüsse aus Österreich,

    Christina

    Reply
  • Timo
    26. Januar 2016 at 21:48

    Mabuhay Sarah,

    als großer Reise-Fan bin ich nun auch mal wieder dazu gekommen, auf Deinem Reise-Blog vorbei zu schauen um weitere der schönen Berichte zu lesen. Erfrischend locker & unterhaltsam geschrieben, macht es immer wieder Freude, Deinen Gedanken und Erlebnissen auf all den Reisen zu folgen und dabei das Reisefieber weiter anzufeuern.

    Danke für Deine schönen Zeilen und viele Grüße,
    Timo

    Reply
  • Frederike
    20. Juni 2016 at 14:39

    Liebe Sarah,
    dein Artikel ist zwar schon etwas älter, jedoch bin ich erst heute darauf gestossen. Liest sich total gut und macht deifnitiv Lust auf mehr! Danke 🙂

    Ich werde ab Oktober auf Weltreise gehen und für den Dezember stehen auch die Philippinen auf meiner Liste. Nun wurde mir von Philippinischen Kollegen empfohlen Palawan zu bereisen und eigentlich bin ich auch recht angetan von der Idee. Leider bin ich bei meiner Suche im Netz auch auf diverse Berichte der Abu Sayyaf und auf Warnungen vom Auswärtigen Amt gestossen. Da wird einem dringend davon abgeraten aufgrund von Kidnappings/Geiselnahmen o.ä. Palawan zu bereisen.

    Da du ja schon einmal dort warst nun meine Frage: Wie stehst du dem gegenüber? Hast du dich dort sicher und gut aufgehoben gefühlt?

    Ich freue mich auf deine Antwort.

    LG
    Frederike

    Reply
    • Sarah
      20. Juni 2016 at 15:59

      Hallo Frederike. Ich war insgesamt etwas zwei Wochen auf Palawan und hatte keinerlei Probleme und mich immer sicher gefühlt. Generell habe ich mich auf den Philippinen gut aufgehoben gefühlt.
      Sicherheit ist aber ein relativer Begriff beim Reisen und was für mich stimmt, muss nicht für dich oder jemand anderes gelten. Zudem hängt das Gefühl von Sicherheit auch immer stark davon ab, wen man trifft und welche Erlebnisse man hat. Ich kann dir nicht sagen, wie es für dich auf Palawan sein wird. Fakt ist jedoch, dass die Kriminalitätsrate auf den Philippinen sehr hoch ist und in gerade auch in der Sulu-See islamistische Extremistengruppen aktiv sind. Es gab wiederholt Entführungen von Touristen, ebenso Überfälle. Meistens hat das aber den Süden Palawans oder die Region Mindanao betroffen. Also eigentlich nicht den Teil, den du wahrscheinlich bereisen würdest.
      Im Gegensatz dazu habe ich die Filipinos als sehr herzliche Menschen kennengelernt und ich hatte eine wunderbare Zeit auf den Philippinen.

      Aber wie gesagt, ich kann dir nicht sagen, was für dich richtig ist. Wäge das dafür und dagegen ab, lass dich aber nicht verrückt machen.

      Reply
  • […] immer wieder aufs Neue erstarren lassen. Es ist das Glücksgefühl, welches mich am Strand auf den Philippinen hat weinen […]

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  • […] Palawan, das tropische Inselparadies der Philippinen […]

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  • Step
    14. Januar 2024 at 11:10

    So, jetzt auch mein Kommentar zu diesem Artikel mit kleinem Update 10 Jahre später…

    Ich sitze nämlich gerade am Strand von Port Barton beim Abendessen nach dem Sonnenuntergang….und wie du bin ich hier happy, happier am happysten:) es ist wirklich unglaublich schön hier….und die Mischung aus Touristlnnen, die ihre Ruhe haben wollen und Einheimischen stimmt im Gegensatz zu El Nido immer noch…

    Natürlich ist auch in Port Barton etwas weitergegangen seither…Strand Restaurants und Bars gibt es mittlerweile sehr viele, alle davon trotzdem immer noch relaxt und einfach herrlich zum sitzen. Strom gibt es ebenso wie 4G Internet fast durchgehend…meistens kommt er fast ausschließlich aus Solarenergie…also sehr positiv.

    Ein ATM ist hier ebenfalls schon angekommen, Kreditkartenterminals hingegen noch nicht (im Gegensatz zu El Nido wo es inzwischen 10 ATMs gibt und man zumindest in den besseren Lokalen und Unterkünften sowie bei Touranbietern meistens schon mit Karte zahlen kann).

    Die Straße nach Port Barton ist zwar eng aber auch schon durchgängig asphaltiert…

    Bin jedenfalls sehr glücklich hier…ist ein Ort, an dem ich mir vorstellen könnte zu überwintern….ich hoffe es bleibt so und wiederholt nicht die Fehler El Nidos

    Meine nächste Destination nach Puerto Princesa ist dann übrigens Bohol:))

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    • Sarah
      15. Januar 2024 at 14:57

      Seeeehr schön zu hören, dass sich Port Barton den Charme einigermassen bewahren konnte. Ich habe es geliebt dort, es war echt einer der schönsten Orte meiner Weltreise. Ich erinnere mich noch an mein Bungalow, dass so einfach zusammengebaut war, dass ich durch die Dielen den Sandstrand sehen konnte… Es war ein Traum!

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