Der El Yunque National Forest ist einzige tropische Regenwald auf US-Staatsgebiet befindet sich auf Puerto Rico und dieses Highlight lassen wir uns natürlich nicht entgehen. Hier gibt’s alle Infos dazu.
Auch wenn die Strände von Puerto Rico wunderschön sind, hat die Insel noch mehr zu bieten. Das Innere ist von tropischem Wald übersät und obwohl wir uns auf dieser Reise vor allem an der Küste aufhalten, lassen wir uns den Abstecher in den El Yunque National Forest nicht entgehen.

Der El Yunque Regenwald auf Puerto Rico.
Der einzige tropische Regenwald unter der Verwaltung des US Forest Service ist dicht, grün und ziemlich amerikanisch organisiert. Hier erstmal ein paar Fakten:
Infos zum El Yunque National Forest
- Ort: Nordöstliches Puerto Rico
- Grösse: Über 113 km²
- Eintritt: Visitor Center USD 8 pro Person (Stand 2026), Zufahrt zum Wald kostenlos
- Öffnungszeiten: Täglich 7:30 – 17:00 Uhr
- Anfahrt: Mit dem Mietwagen von San Juan ca. 1 Stunde, von Luquillo 15 Minuten
- Dauer des Besuchs: 2-6 Stunden je nach Interesse
- Highlights: Visitor Center, La Coca Falls, Yokahu Tower, Juan Diego Wasserfall
- Hinweis: Park ist komplett mit dem Auto befahrbar und zur Hauptreisezeit sehr voll

Grün, grüner, El Yunque

Willkommen in El Yunque.
El Portal Visitor Center: Der beste Einstieg in den El Yunque
Wir starten im El Portal Visitor Center. Schon das Gebäude selbst ist ein Erlebnis. Es ist liebevoll gestaltet mit spannenden Infos über Flora, Fauna, Klimawandel und die Geschichte des Waldes. Hier stimmen wir uns perfekt für den Besuch des Waldes ein und erfahren viel wertvolles. Im dazugehörenden Kino werden die Karft und die verursachten Schäden der beiden letzten Hurricanes thematisiert und in Filmaufnahmen eindrücklich aufgezeigt.
Direkt vom Center führt ein Erlebnisweg durch den «Dschungel light». Der kurze Rundweg ist mit Infotafeln bestückt und schlägt perfekt die Brücke zwischen Visitor Center und echtem Wald. Ideal für Familien und alle, die ein erstes Gefühl für den Regenwald bekommen wollen.
La Coca Falls: Der bekannteste Wasserfall im El Yunque
Alle nächsten Stationen erreichen wir auf authentisch amerikanische Art: mit dem Auto. Nach nur wenigen Minuten Fahrt erreichen wir die La Coca Falls. Die Wasserfälle liegen direkt an der Strasse und rauschen bei entsprechendem Wasserstand die Felsen hinunter.
Wir steigen aus und machen Fotos zusammen mit den anderen Tourist:innen ein paar Bilder. Es ist ein klassischer Fotospot, schnell und unkompliziert, direkt an der Strasse gelegen. Hier stoppen auch viele Busse aus dem Visitor Center und dementsprechend stehen viele Menschen davor. Idyllisch ist es nicht.

Zu den Coca Falls.

La Coca Falls in El Yunque.

Viele Menschen unterwegs im El Yunque National Forest.
Yokahu Tower: Aussicht über den Regenwald von Puerto Rico
Unser nächster Halt ist der Yokahu Tower. Wir steigen die Stufen nach oben und werden mit einem Rundumblick belohnt. Von hier sehen wir weit über das grüne Blättermeer und sogar bis zur Küste, wo wir die Hochhäuser erspähen, die neben unserem Häuschen stehen. Es weht eine angenehme Brise und hier können wir das erste Mal die Grösse des Waldes begreifen.
Die Strasse, auf der wir uns befinden, erinnert uns eher an eine Sightseeing-Tour, als dass sie das Gefühl eines tropischen Regenwaldes aufkommen lässt. Es tut gut zu sehen, dass es doch noch viel Fläche gibt, in der sich keine Tourist:innen aufhalten.

Der Yokahu Tower in El Yunque.

Diese Sicht!

Parkplatz vor dem Yokahu Tower.
Juan Diego Falls: Wandern und Baden im El Yunque
Weiter geht’s zu den Juan Diego Falls. Vom Parkplatz führt ein schmaler Pfad ein paar Minuten durch dichten Wald bis zum ersten Wasserfall. Mit ein bisschen kraxeln geht’s noch weiter hoch zum zweiten Wasserfall, welcher sehr schön anzuschauen ist.
Aber auch hier ist die Menschenmenge schon recht anschulich, was uns die Lust zum Baden nimmt. Auch wir sind ein Teil davon, das ist uns klar, doch wir waren noch nie Fans von überfüllten Plätzen und werden es auch hier nicht.

Wir laufen zu den San Diego Falls.

Wer springt ins kühle Nass?
Pause bei Palma da Sierra: Essen im El Yunque National Forest
Nicht weit entfernt wartet der Stopp Palma da Sierra, wo man sich wahlweise am Hang einen Picknickplatz schnappen oder beim Imbiss Pommes und Burger bestellen kann. Doch für einen Imbiss an der Strasse gibt es hier eine erstaunliche Mischung und Vielfalt und Auswahl.

Snackpaus bei Palma la Sierra.

Inselimbiss.
El Yunque Tipps: So vermeidest du die Massen
Wie an jedem Ort der viele Tourist:innen anzieht, ist es ratsam, so früh wie möglich da zu sein, damit man die Massen etwas umgehen kann und nicht nur im Stau steht.
Zudem gibt es viele weitere Möglichkeiten den El Yunque National Forest zu erkunden. Es gibt mehrere Trails im Park, etwa zum Mount Britton Tower oder La Mina Falls (je nach Zustand geöffnet). Dort ist es deutlich ruhiger, wilder und weniger touristisch.

Möglichkeiten im El Yunque National Park.

Immer schön grün.
Fazit: Lohnt sich der El Yunque National Forest für Familien?
Der Tag im El Yunque ist für uns eine willkommene Abwechslung zum Beachlife. Das Visitor Center begeistert uns mit Wissen und Erlebnissen, die Wasserfälle und Aussichtspunkte bieten einfache Highlights für Gross und Klein.
Klar, wir sind nicht allein unterwegs, aber für unseren Abstecher ist es genau das Richtige. Wer mehr Ruhe sucht, sollte sich auf die Wanderwege wagen. Der Besuch im El Yunque National Forest ist eine tolle Abwechslung, für alle die eh in der Nähe sind. Ein Muss ist es nicht und Puerto Rico kann man auch geniessen, wenn man sich stattdessen ein anderes Highlight raussucht.
Wer noch mehr von Puerto Rico sehen möchte, findet auf dem Blog weitere Inspiration: Die Südwestküste hat mit El Combate einen echten Geheimtipp zu bieten, der kaum im Reiseführer auftaucht. Auch San Juan lohnt sich als Ausgangspunkt und hat als Hauptstadt der Insel einiges zu bieten. Wer die Reise von Anfang an plant, findet in unserer Puerto Rico Reiseroute alle Infos zu Automiete, Kosten und den schönsten Highlights der Insel.

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