Sri Lanka

Colombo: Märkte, Kolonialbauten und erste Eindrücke aus Sri Lankas Hauptstadt

Updated 2. Juni 2026

Colombo war für mich die grosse Unbekannte meiner Sri-Lanka-Reise. Ich hatte keine Ahnung, was mich erwartet, und ehrlich gesagt auch keine grossen Erwartungen. Was ich dann aber in der Hauptstadt Sri Lankas erlebe, überrascht mich angenehm, vor allem der Pettah-Markt, der lebhafteste und lauteste Ort der ganzen Stadt, bleibt mir lange in Erinnerung.

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Colombo ist keine Stadt, die man sofort liebt. Sie ist laut, unübersichtlich und auf den ersten Blick nicht besonders schön. Aber sie hat etwas, das sich schwer in Worte fassen lässt: eine Energie, die man spürt, sobald man durch die engen Gassen des Colombo-Markts schlendert, an Gewürzständen vorbeiläuft und das Strassencurry riecht, das irgendwo hinter einer Hausecke brodelt.

Colombo bei Nacht

Erste Eindrücke: Was erwartet dich in Colombo?

Ich bin ein grosser Fan von Märkten. Wenn irgendwo vorhanden, findet man mich dort. Es ist etwas, was es so in der Schweiz nicht gibt. Die chaotischen Märkte mit Früchten, Gewürzen und sonst eigentlich allem was es so gibt, sind unglaublich faszinierend.

Ich habe zwar schon viele Märkte gesehen, aber das ist etwas, was nie langweilig wird. Die ganze Aufregung des Handelns, die Marktschreier, das Entdecken von Essbaren wovon ich keine Ahnung habe, ob es nun eine Frucht oder ein Gemüse ist und ob es gekocht wird oder nicht – egal in welcher Stadt ich ankomme, zuerst gehts auf den lokalen Markt. So natürlich auch in Colombo.

Pettah Markt in Colombo

Der Pettah-Markt – Colombos lebhaftester Ort

Hier ist es der Pettah Markt, der etwas besonderes ist. Eigentlich ist es nicht nur ein Markt, sondern ein Labyrinth von Gassen, wo es alles mögliche zu kaufen gibt. Alle Strassen und Gässchen habe ihre «Spezialität», ihr Ding, das sie verkaufen. Es gibt Stoffstrassen, es gibt Schmuckstrassen und es gibt Strassen, wo ausschliesslich Elektronikartikel verkauft werden.

Hier wird überall geschrien und gehandelt und Handeln solltest auch du, wenn du hier einkaufst. Sonst bezahlst du locker den dreifachen Preis. Aber das Handeln gehört hier dazu und mach Freude.

Es ist schön, sich in den Gässchen zu verirren und sich überraschen zu lassen, was einem hinter der nächsten Ecken erwartet. Da diese alle gegenüber der Hauptbahnstation «Fort» sind, findet man sich immer irgendwie zurecht und sonst kann man einfach nach dem Weg zur Railwaystation fragen.

Gemüse auf dem Pettah Markt in Colombo

Schräg gegenüber, nach dem Bahnhof, ist der Lebensmittelmarkt zu finden, den du auf keinen Fall verpassen solltest. Für mich ist er das eigentliche Highlight des Pettah Marktes.

Vom einen Ende des Marktes angelaufen, durchquert man zuerst den Umschlagplatz, der super interessant ist. Hier wird be- und verladen, Lastwagen, bis zuoberst mit Bananen vollgestopft oder Tuk-Tuks, die mit Rambutans vollgeladen sind. Es wird umgeräumt, verstaut und verladen, alte dünne Männer schleppen schwere Säcke durch die Gegend, es wird geschrien und geschuftet.

Hier wird meist noch alles von Hand gemacht und schon das Zuschauen wirkt erschöpfend.

Arbeiter auf dem Pettah Markt

Weiter über den Platz sind die Marktstände zu erreichen. Hier findest du bestimmt Früchte und Gemüse, die du vorher noch nicht gekannt hast. Auch noch acht Monaten Südostasien fand ich hier Kräuter, die ich bis dahin noch nicht gesehen habe.

Die Verkäufer sind freundlich und ebenso neugierig wie wir Reisende. Sie freuen sich über Nachfragen und erklären gerne, wozu was gebraucht wird und nicht selten bekommt man ein Stück zum probieren.

Ein tolles Erlebnis, der Pettah Markt. Es ist wirklich ein sehr schöner und auch aufregender Markt, denn du dir unbedingt ansehen musst.

Früchte auf dem Pettah Markt in Colombo

Pettah Markt in Colombo

Fisch auf dem Pettah Markt in Colombo

Kolonialbauten in Colombo: Was davon noch steht

Colombo blickt auf eine lange Kolonialherrschaft zurück. Nebst den Portugiesen und den Niederländern, haben zuletzt auch die Briten die Insel für sich beansprucht. Daher findet man auch heute noch Zeugnisse dieser Vergangenheit.

Das Zentrum Colombos und auch des historischen Viertel ist das «Fort». Einst gab es dieses Fort tatsächlich, heute heisst aber nur noch der Stadtteil so. Mittlerweile ist hier eine interessante Mischung aus Kolonialbauten und moderner Architektur zu finden. Der Mix ist gelungen und beeindruckt.

Koloniales Colombo

Speziell zu erwähnen gibt es an sehenswerten Bauwerken das alte Parlamentsgebäude aus Kolonialzeit, die Town Hall von Colombo, das Rathaus, das nach Vorbild des Capitols in Washington erbaut wurde und das Nationalmuseum in Colombo.

Die Stadt hat jedenfalls viele spannende Gesichter. Manchmal ist alles so indisch, andererseits erinnern Bauten an Holland und irgendwie musste ich ab und zu mal an Kuba denken.

Kolonialbauten in Colombo, Sri Lanka
Kolonialgebäude in Colombo Koloniale Gebäude und der Uhrturm in ColomboGerade dadurch, dass die Stadt eher ruhig ist, eignet sie sich meines Erachtens besonders gut für Leute, die vorher noch nie auf dem Indischen Subkontinent gereist sind.

Denn das hier ist eine andere Welt und lässt sich nicht wirklich mit Südostasien vergleichen. Und im Vergleich zu Indien oder Nepal, eignet sich Sri Lanka besonders gut für einen ersten Blick auf den Südasiatischen Kontinents.

Tipps für deinen Aufenthalt in Colombo

  • Wie schon erwähnt: die Stadt ist relativ ruhig und gemütlich zu erkunden. Das Chaos ist übersichtlich und verschluckt einem nicht geradewegs, das macht ein Ankommen in Colombo angenehm.
  • Colombo liegt am Meer. Innert kürzester Zeit ist die Küste zu erreichen und allabendlich lässt sich an der Uferpromenade den Sonnenuntergang beobachten. Das Erkunden der Stadt ist so viel entspannter als in hektischen Grossstädten.
  • Das grösste Plus an Colombos Lage und Grösse ist meines Erachtens aber die Nähe zu wirklich tollen Stränden und Beachresorts. Nördlich der Stadt ist das Negombo und südlich ist Mt. Lavinia zu erwähnen. Es ist durchaus eine Option direkt vom Flughafen an den Strand zu fahren, sich dort einzuquartieren und Colombo von dort aus zu erkunden. Die wenigsten Städte bieten das.

Sonnenuntergang in Colombo

Wo übernachten in Colombo?

Tolle Hotels und Apartments in der Stadt:

Unterkünfte etwas ausserhalb in Mount Lavinia am Strand:

Wo essen in Colombo? Curry und mehr

Für ein Mittagessen oder eine Erfrischung zwischendurch, solltest du im Pagoda Tea Room in der Chatham Street einkehren (Abends geschlossen). Es gibt gutes Essen zu vernünftigen Preisen, der Fokus liegt jedoch auf dem umfangreichen Angebot an Gebäck. Ich war zweimal dort, weil mich die Atmosphäre gepackt hat.

Das Gebäude hat einen alten, ganz speziellen Charme, die Einrichtung ist irgendwie sehr kolonial und die Kellner superschnell und alle schon mit weiss melierten Haaren und langen Schürzen.

Erst bei der Rercherche für diesen Artikel habe ich herausgefunden, dass der Ursprung des Restaurants bis ins Jahr 1884 zurück geht und es somit Colombos ältestes Restaurant ist. Ebenfalls wurde hier das Video zum Hit «Hungry like a Wolf» von Duran Duran gedreht.

Heute gibts in dem Restaurant zwar keine Schlangen mehr und ganz so viele Leute sind hier meist auch nicht zu finden, aber einen Besuch solltest du nicht verpassen.

Warst du auch schon im Pagoda Tea Room oder hast du weitere Tipps zu Sightseeing, Unterkünften und Restaurants? Rein damit in die Kommentarfunktion!

Hier gibts weitere Inspiration für deine Sri Lanka-Reise:

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Am liebsten erkunde ich die Welt mit der ganzen Familie, egal ob vor der Haustüre in der Schweiz oder am anderen Ende der Welt. Mein Herz schlägt für Hawaii, Vermicelles und am liebsten bin ich im Wasser, sei es beim Surfen oder beim Tauchen.

5 Comments

  • Dominik
    1. August 2014 at 16:02

    Ich war in Colombo gerne im Barefoot auf der Galle Road. Eine Art Boutique, Café, Kunst- und Kulturzentrum in einem. Ein wirklich schöner Ort!
    Und etwa 100m die Strasse in Richtung Colombo Fort ist auf der rechten Seite das «Green Cabin» Restaurant. Von dem Essen war ich immer wieder begeistert.

    Reply
    • Sarah
      3. August 2014 at 6:00

      Danke für deine Ergänzungen. Ich werde mir die merken und das nächste Mal ausprobieren.

      Reply
  • Synke
    14. Juli 2015 at 11:13

    Ein wenig Nachtleben gibt es schon in Colombo. Man muss nur wissen wo 😉 Mein Lieblingsrestaurant war ein Rooftop mit toller Aussicht: Lemon Bar & Kitchen. Das Galle Face Hotel ist super zum schicken Abendessen oder auch nur zum Cocktail schlürfen mit Meeresrauschen.

    LG

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    • Sarah
      14. Juli 2015 at 12:16

      Danke für die Ergänzungen zum kulinarischen. 🙂 Nachtleben wirds bestimmt geben, aber mir ist es eher ausgestorben vorgekommen…

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  • […] Von lebhaften Märkten und prächtigen Kolonialbauten […]

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