Angkor Wat Tipps bekommst du viele, aber die meisten verschweigen, was dich wirklich erwartet: Tausende von Touristen, gleissendes Licht und die Frage, ob der Hype gerechtfertigt ist. Ich war selbst skeptisch, ob ein so überlaufener Ort noch beeindrucken kann. Die Antwort ist ja, aber nur wenn man es richtig angeht. Hier sind meine ehrlichsten Eindrücke und die Tipps, die ich mir vor meinem Besuch gewünscht hätte.
Die Tempelanlage gehört eng zur Geschichte des Landes, ist eines der touristischen Aushängeschilder Südostasiens und und eine Reise nach Kambodscha ohne Angkor geht eigentlich gar nicht.
Angkor Wat ist in Südostasien einer der am meisten besuchten Stätten überhaupt und Einsamkeit ist hier nicht zu erwarten (obwohl es auch dazu Möglichkeiten gibt -> weiter unten im Artikel). Dennoch gehört ein Besuch Angkors zu jeder Kambodscha Reise – warum erzähle ich dir hier (inkl. Angkor Wat Tipps).
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Was ist Angkor Wat überhaupt?
Angkor Wat selber ist genau genommen nur eine Anlage in einem ganzen Komplex voller Tempel, der sich über 400 km2 erstreckt. Trotzdem wird die ganze Tempelanlage gerne einfach Angkor Wat genannt.
Zwischen dem 9. und 15. Jahrhundert war das Khmer-Reich ein regionales Machtzentrum und sehr wohlhabend, was den jeweiligen Königen ermöglichte, grosse Städte, Tempel und Anlagen, wie z.B. zur Bewässerung, zu erbauen.
Angkor, was eigentlich «Stadt» bedeutet, wurde über die Jahrhunderte immer weiter unterhalten und bebaut. So sind heute Zeugnisse der Entwicklung der Baukünste, Religionen und Traditionen in diesen Tempelanlagen vorhanden. Dies zur geschichtlichen Kurzfassung…
Angkor Wat ist heute in Kambodscha ein nationales Symbol, repräsentativ für die Khmer-Kultur und ziert auch die nationale Flagge und die Geldscheine.
Die Rundgänge durch Angkor Wat
Um die Tempel zu besichtigen, wurden verschiedene Rundgänge durch die Anlagen konzipiert. Es kommt also ganz darauf an, wie ausgeprägt dein Interesse an Tempeln und der Khmer-Kunst ist, wenn es gilt, dich für einen Rundgang zu entscheiden.
Die Rundgänge können selber mit dem Fahrrad gemacht werden oder man kann einen der unzähligen Tuk Tuk Fahrer engagieren, der einem zu den gewünschten Tempeln bringt. Die Route kann mit dem Fahrer individuell abgeklärt werden.
Die kleine Tour, welche zu den berühmtesten Tempeln wie Angkor Thom, Bayon und Phnom Bakheng führt, sollte unbedingt ins Programm gehören.
Auch die grosse Tour, welche an einem weiteren Tag gemacht wird, ist sehr schön und führt etwas tiefer in die Anlagen. Hier werden weiter entfernte Anlagen wie Banteay Prey oder Prasat Prei besucht. Natürlich darf bei keinem Besuch der Tempelanlagen von Angkor eine Besichtigung von Angkor Wat fehlen, ebenso den Sonnenaufgang am frühen Morgen.
Ich war zwei Tage in den Tempelanlagen unterwegs. Nach diesen zwei Tagen hatte ich aber genug und ein weiterer Tag wäre für mich wohl zu viel gewesen. Wenn du aber gerne noch mehr sehen möchtest, gibt es noch ganz viele weiter entfernte Anlagen die du besuchen kannst. Du kannst locker eine Woche in den Anlagen von Angkor Wat verbringen.
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Die wichtigsten Tempel im Überblick
Angkor Wat
Die grösste und bekannteste Tempelanlage des ganzen Komplexes, welche ich persönlich aber nicht am beeindruckendsten fand. Die Anlage ist sehr gross und weitläufig und es lässt sich wohl schon hier ein ganzer Tag rumbringen.
Die Zeit zum Sonnenaufgang ist Primetime vor Angkor Wat. Gefühlt versammelt sich dann die Hälfte aller Touristen in Kambodscha vor dem kleinen See vor der Tempelanlage.
Auf der Jagd nach dem besten Foto kommt es hier teils zu absurden Szenen, was aber auch ganz schön lustig sein kann, wenn man das Schauspiel dann auch mit Humor nehmen kann. Dennoch, die Kulisse ist atemberaubend schön…
Schöne Bilder, oder? Im Hintergrund sieht es aber dann so aus:
Bayon
Neben Angkor Wat ist Bayon wohl der berühmteste Tempel. Es ist der, mit den in Stein gemeisselten Gesichtern. Ein eindrücklicher und schöner Tempel im Wald gelegen.
Ich hatte das Glück, dass nicht viele Leute dort waren, als ich ihn besucht habe. Es war noch morgen früh, Vogelgezwitscher rundherum und der Wald, der langsam aus seinem Schlaf erwacht ist.
Ta Prohm
Bestehend aus Tempel, Kloster und weiteren Anlagen, die von einer Mauer umgeben sind, wird dieser Ort heute eher mit etwas anderem assoziiert. Man bemerkt es, kaum setzt man den ersten Fuss in die Anlage. Überall hört man Touristen und egal welche Sprache sie sprechen, es ist immer wieder dasselbe herauszuhören: Lara Croft, Tomb Raider.
Ja, dieser Tempel diente Angelina Jolie als Kulisse um rumzuballern. Das wird dieser Tempel wohl niemals mehr los. Langsam aber stetig erobert sich die Natur die Tempel zurück, was zu wunderbaren Szenerien kommt. Definitiv ein Highlight.
Phnom Bakheng
Mir persönlich hat Phnom Bakheng besonders gut gefallen. Ich habe ihn am Ende meiner Zeit in den Angkor Tempelanlagen besucht.
Von diesem Tempel aus kann man in alle Richtungen ins Landesinnere schauen, sieht auch andere Tempel aus dem Wald aufragen und es ist an der Zeit, sich einfach mal hinzusetzen, die grossartige Umgebung zu bestaunen und die letzten Tag etwas zu verdauen.
Wie kommst du nach Angkor Wat?
Angkor Wat liegt in Kambodscha, ganz in der Nähe von Siem Reap. Siem Reap ist von vielen Orten in Südostasien per Flugzeug zu erreichen und von überall her per Bus. In Siem Reap leihst du dir ein Fahrrad oder erkundest Angkor mit einem Tuk Tuk-Fahrer.
Was kostet der Eintritt?
Es gibt Ein-, Drei- und Siebentagestickets um Angkor Wat zu besuchen.
1-Tagesticket: 37 US-Dollar
3-Tagesticket: 62 US-Dollar
7-Tagesticket: 72 US-Dollar
(Stand: Juli 2026)
Tipp: Das Ticket ist jeweils schon am Vortag ab 17 Uhr gültig. Dies lohnt sich vor allem bei einem Tagesticket, da so der Sonnenuntergang in den Tempelruinen erlebt werden kann.
Mein persönliches Fazit zu Angkor Wat
Angkor Wat solltest du bei einer Kambodscha-Reise definitiv besuchen. Es lohnt sich, einen Dreitagespass zu besorgen und sich die Tempelruinen in aller Ruhe anzuschauen. Alle Tempel sind sehr unterschiedlich und sehr beeindruckend.
Bist du auch der Meinung, dass Angkor Wat ein Muss ist oder interessierst du dich überhaupt nicht für die Tempel?
Kambodscha hat weit mehr zu bieten als Angkor Wat. Wer die traurige Geschichte des Landes verstehen will, sollte das Foltergefängnis S-21 und die Killing Fields besuchen, zwei erschütternde und wichtige Orte. Wer danach Abstand braucht, findet ihn auf der wunderschönen Insel Koh Rong Samloem oder bei einer mystischen Fahrt auf den Bokor Hill. Und wer von Thailand einreist, findet alle wichtigen Infos zum Grenzübergang Thailand-Kambodscha in meinem Erfahrungsbericht.


















5 Comments
Christina
15. Februar 2014 at 21:08Kann dir nur zustimmen. Die Tempelanlagen sind definitiv ein Must-See. Vor allem der Sonnenuntergang vom Phnom Bakheng, der auf einem Hügel liegt und einen herrlichen Ausblick bietet, ist empfehlenswert — auch trotz der grossen Menschenmengen…
Lg, Christina / City Sea Country
Step
24. März 2014 at 16:09Sehe ich ebenso – schon eines der Highlights Asiens, wenn nicht der Welt. Dass man das mit vielen Touristen teilen muss, das lässt sich dabei natürlich nicht verhindern…….
Daniel
4. Mai 2016 at 22:39Hi Sarah
Aus meiner Perspektive erwähnst Du die sehenswertesten Tempel in Deinem Bericht.
Vor meinem Angkor-Besuch hatte ich eher eine bescheidene Vorstellung der gesamten Anlage. Ich hatte zwar etwas in Erfahrungsberichten und Bildern etc. gestöbert, aber nicht allzu detailliert.
Im Flieger von BKK nach Siem Reap hat mir ein Engländer erklärt, dass ich mir VOR dem Besuch der Tempelanlage unbedingt zuerst das Angkor National Museum (in Siem Reap) geben sollte, um eine ungefähre Hausnummer der Dimension zu erhalten.
Naja, das hätte ich vermutlich tun sollen, wäre ich nicht so knapp an Zeit gewesen 😉
Nun, mein werter und mir der Tage ans Herz gewachsene Tuktuk-Fahrer ‚Eh‘ hat mich während 2 Tagen auch so zu den wichtigsten Tempelanlagen geführt und das war für mich dann auch genug. Imposant und atemberaubend auf der einen, brutal heiss und noch mehr Touris auf der anderen Seite…
Aber wunderschön war’s trotzdem.
Und wenn man schon mal da ist:
Ganz geil war die ‚Main Temple Route‘ mit http://www.aerocambodia.com/
Ist zwar nicht ein Alltagsding, aber genau deswegen habe ich mir das einfach mal gegönnt 🙂
Liebe Grüsse, Daniel
Nadine Albre
7. Oktober 2019 at 3:21Das Tagesticket kostet jetzt 37,- USD pro Person.
Sarah Althaus
8. Oktober 2019 at 21:37Danke fürs darauf aufmerksam machen. Ich habe den Artikel angepasst.