Manchmal braucht es einen Moment, wo einfach nichts geplant ist. Kein straffes Programm, keine Sehenswürdigkeiten die abgehakt werden müssen, keine langen Autofahrten mit quengeligen Kindern im Rücksitz. Nur zwei Tage im Allgäu, meine Mama und ich — und die unausgesprochene Abmachung, es einfach ruhig angehen zu lassen.
Dass ausgerechnet Balderschwang der Ort dafür sein würde, hätte ich nicht gedacht. Der kleine Ort im Allgäu mit seinen rund 300 Einwohnern ist bekannt als schneesicherstes Tal Deutschlands und als Geheimtipp für alle, die echte Ruhe suchen. Das Hotel Hubertus Alpin Lodge & Spa* hat uns dabei von der ersten Minute an überrascht und meine etwas eingeschränkte Meinung zum Thema Wellness grundlegend verändert.
Werbung, da ich vom Hotel Hubertus Alpin Lodge & Spa eingeladen wurde. Affiliate-Links sind mit * gekennzeichnet. Der Artikel spiegelt wie immer meine persönliche Meinung wider.
Geplant haben wir nicht viel, schliesslich wollen wir es ja ruhig angehen lassen. Ich habe aber vorab schon mal eine ayurvedische Massage gebucht und bin mir sicher, dass ich mit auf die Sonnenaufgangswanderung will. Schon bevor wir überhaupt hingefahren sind, hat uns das Hotel Hubertus nämlich ein Wochenprogramm zukommen lassen.
Jeden Tag gibt es verschiedenste Aktivitäten und das geht von Wanderungen, über Verköstigungen, SaunaDeteoxRituale, Filmvorführungen, Yoga und noch vielem mehr. All diese Leistungen sind inklusive und schon das sollte einen ersten Hinweis auf den Standard des Hotel geben. Und ein Indiz dafür, dass es auch für mich genug zu tun gibt…
Ankommen im Hubertus Alpin Lodge & Spa
Als wir nach einer kurzen Fahrt im Allgäu ankommen, werden wir freundlich in Empfang genommen und als uns das Hotel gezeigt wird, sind wir überrascht von der Vielseitigkeit und der Hochwertigkeit. Alles wirkt auf den ersten Blick einladend und ist heimelig aus Holz gestaltet.
Es hat aber nicht diesen rustikalen Charme von Berghotels, sondern ist modern und frisch. An jeder Ecke gibt es Details zu entdecken. Auch von unserem Zimmer sind wir mehr als begeistert und ich überlege mir, ob ich dieses Wochenende das Zimmer überhaupt verlassen soll.
Die Hubertus Alpine Lodge* ist mit viel Liebe zum Detail eingerichtet und hier all die Pluspunkte aufzuzählen, würde den Rahmen meines Beitrages bei weitem sprengen. Aber nur als kleine Beispiele: Auf dem Bett liegt man auf original Boxsprinbetten von Dr. Markmann und falls einem der Härtegrad nicht zusagt, werden einem weichere oder härtere Auflagen gebracht. Zudem kann aus fünf verschiedenen Zusatzkissen wie Kirschkernkissen oder Seitenschläferkissen ausgewählt werden.
Und übrigens, hier lohnt sich auch Digital Detox. Wer einmal wieder ganz Abschalten will, kann sein Handy an der Rezeption abgeben und erhält es beim Auschecken wieder. Zur Belohnung gibt es ein Stück Allgäuer Bergkäse!
Spaziergang in Balderschwang
Wir erkunden die Umgebung bei einem gemütlichen Spaziergang. Es geht über Weiden, zwischen Kuhherden hindurch und natürlich auch in den ortsansässigen Bauernladen, wo wir fleissig Mitbringsel für zu Hause einkaufen.
Wir kommen an einem Wasserfall vorbei und staunen bei der Aussicht, wie klein der Ort Balderschwang eigentlich ist. Nur um die 300 Personen leben hier, dennoch ist er mittlerweile weit herum bekannt für die Schönheit der Natur und die tollen Hotels und Angebote.
Balderschwang ist auch bekannt als der Ort mit den meisten Niederschlägen Deutschlands und wird gerne Bayerisch-Sibirien genannt. Im Tal schneit es besonders viel und es gilt als das schneesicherste Gebiet Deutschlands.
Sonnenaufgangswanderung in Balderschwang
Am nächsten Morgen heisst es für mich früh Aufstehen. Um vier Uhr geht es aus den viel zu gemütlichen Federn, ab dem Sonnenaufgang entgegen. Es folgt eine Wanderung die zwar nicht lange dauert, aber am frühen Morgen ohne Essen im Bauch doch nicht ganz ohne ist.
Wir fahren ein kurzes Stück mit dem Auto, bevor wir uns zu Fuss Richtung Siplinger Kopf aufmachen. In der noch anhaltenden Dunkelheit laufen wir schweigend und geniessen einfach die Ruhe. Wir passieren grasende Kühe und lauschen den Geräuschen der sich verabschiedenden Nacht.
Langsam zeichnen sich am Horizont orange-rote Streifen ab und der Morgen macht sich bemerkbar. Für uns geht es das letzte Stück steil bergauf, während plötzlich die Sonne hervorguckt und das Allgäu in ein wunderschönes Licht taucht.
Um auf dem Siplinger Kopf zu stehen und dieses Spektakel zu bestaunen, hat sich das frühe Aufstehen zweifelsfrei gelohnt. Das sind Bilder, die ich so schnell nicht vergessen werde.
Wellness im Allgäu
Den restlichen Tag verbringe ich tatsächlich damit, das Hubertus zu erkunden. Es gibt so viele schöne Ecken. Da es ein schöner Tag ist, schwimmen wir draussen im Pool und legen uns an die Sonne. Dazu lauschen wir den Kuhglocken und haben wieder einmal so richtig Zeit, uns zu unterhalten. Auch das ist Lebensqualität, einfach ein bisschen da sein und geniessen.
Das machen wir auch mit der Saunalandschaft und ich in einer ayurvedischen Massage, während meine Mama das Faszientraining besucht. Nach vielen Aktivitäten für Geist und Seele, neigt sich der Tag auch schon wieder dem Ende zu.
Essen im Hubertus
Der Sonntag Abend wartet aber mit einer besonderen Überraschung auf. Bei einem Aperitif für alle Gäste wird vom Küchenchef und dem Restaurantleiter persönlich das kommende 6-Gang Menü erklärt.
Während dem Essen wird mir wieder einmal bewusst, an welche speziellem Ort ich mich hier befinde. Vielleicht kann ich sogar sagen, dass ich tatsächlich noch nie so gut gegessen habe.
Die Speisen sind so zusammengesetzt, dass…. nein, keine Ahnung, ich kann es nicht erklären. „Gut“, „exquisit“, „super“, wären alles langweilige Adjektive und würden dem Menü nicht mal ansatzweise gerecht werden. Alles auf dem Teller ist aufeinander abgestimmt und passt geschmacklich bis ins Detail.
Dazu wird eine Weinreise angeboten, zu jedem Gang das passende Glas, bis hin zur Nachspeise. Was soll ich dazu noch sagen?
Tags darauf ist es leider soweit und wir reisen schweren Herzens ab. Ich habe meine Einstellung zum Wellness grundlegend geändert. An einem Ort zu entspannen, der so einladend und persönlich wie die Hubertus Alpin Lodge* ist, werde ich wieder machen. Es hat mir aber auch gezeigt, wie gehoben Wellness sein kann, fernab von grossen Badetempeln und lauten Menschen.
Klein, fein, exquisit und nachhaltig und auf die jeweiligen Besucher abgestimmt, umrahmt mit bestem Essen und frischer Allgäuer Alpenluft – so mein Fazit dieses Wochenendes.
Wie stehst du zu Wellness? Top oder Flop?
Weitere Wellnesshotels in Süddeutschland gibts in Oberstdorf oder in Oberstaufen.



















2 Comments
Nord-Peru-Reisen
12. September 2017 at 16:31Hallo Sarah,
Wunderschöne Bilder ! Die Wanderung zum Sonnenaufgang hat sich bestimmt gelohnt.
Und das Essen schaut himmlisch aus ! Da könnte ich auch mal Wellness-Urlaub machen … Ein bisschen Digital Detox würde mir nicht schaden 🙂
Liebe Grüsse,
Martina
Sarah Althaus
12. September 2017 at 17:01ja, die Sonnenaufgangs-Wanderung war echt wunderschön! Dafür kann ich das frühe Aufstehen nur empfehlen. Und ja, Digital Detox tut echt gut, uns wohl besonders. 😉